Unsere Weinsorten

1. Müller-Thurgau

Geschmack:

Suffig, zarter Muskat- und Walnusston, milde Säure

 

passt zu:

leichten Speisen wie Fisch

 

 

Der Müller-Thurgau, auch Rivaner genannt, ist die zweithäufigste Sorte nach dem Riesling. Entstanden ist diese Sorte aus einer Kreuzung von Riesling und Gutedel oder Riesling und Madeleine royale, eine genaue Lehrmeinung steht noch aus. Die trocken-moderne Variante mit dem Namen Rivaner konnte in letzer Zeit immer mehr Freunde gewinnen. Rivaner ist eine Kurzform aus Riesling und Silvaner. Diese beiden Sorten wurden lange als Eltern des Müller-Thurgau angesehen.

2. Gewürztraminer

Geschmack:

Aromatisch-Würzig, relativ milde Säure, an Rosenduft erinnernd


passt zu:

Wildpasten, Geflügel mit aromatischen Saucen, Schnecken und würzig-aromatische Ragouts

 

 

Der Gewürtztraminer ist eine der ältesten und edelsten Weinsorten der Welt. Einige Forscher vermuten eine griechische Herkunft. Historische Dokumente weisen die Verbeitung von Gewürtztraminer seit dem 16. Jahrhundert in Deutschland nach. Seit dem zählt dieser besondere Wein mit seiner fruchtigen Fülle und seinem an Rosenduft erinnerndes Bukett zu den besten deutschen Weinen.

3. Riesling

Geschmack:

Dezentes Pfirsicharoma, harmonischer Gleichklang von Säure, Körper und Extrakt

 

passt zu:

leichten und etwas kräftigeren Speisen, Salten und auch Fisch

 

 

Wer kennt ihn nicht, den Riesling? Seit dem 15. Jahrhundert nachweißlich angebaut, ist er heute der belibteste Wein in Deutschland. Die weiße Rebsorte zählt zu den besten der Welt und stammt vermutlich direkt aus einer Wildrebe aus dem Rheintal ab. Rund 22% aller deutschen Weinberge sind mit Riesling bepflanzt. Der Riesling hat eine extreme Langlebigkeit, Prädikatsweine halten 20 bis 30 Jahre und auch länger.

4. Grauer Burgunder

Geschmack:

Grauburgunder: meist trocken, mittelkräftig und etwas säurebetont

Ruländer: gehaltvoll, betonte Süße


passt zu:

Meeresfrüchten, kräftigem Seefisch, Pasta, Lamm, Wildgeflügel und Jungwild sowie reifem Weichkäse

 

 

Der Graue Burgunder, im französischen auch Pinot Gris, ist wahrscheinlich eine Knospenmutation des Blauen Spätburgunders. Die französische Bezeichnung geht auf das französische "pin" (= Kiefer) zurück. Die hohe Qualität überzeugte schon die Winzer im 19. Jahrhundert; sie gaben der Sorte regional unterschiedliche Namen, die aber mittlerweile verschwunden sind.

5. Bacchus

Geschmack:

Extraktreich, fruchtig und bukettbetont, leichter Muskatton, dezent an Kümmel erinnernd

 


Bacchus ist eine Züchtung (Silvaner x Riesling) x Müller-Thurgau der Bundesforschungsanstalt für Rebenzüchtung in Siebeldingen. Die Sorte kann höhere Erträge bei vergleichsweise hohen Mostgewichten liefern. Bacchus-Reben findet man hierzulande hauptsächlich in Rheinhessen, der Pfalz, Franken und an der Nahe. Insgesamt sind annähernd 3.000 Hektar damit bestockt. Die meisten der hellgelben Weine sind leicht bis mittelkräftig. Reife Bacchus-Weine können aber auch extraktreich, fruchtig und bukettbetont (manchmal an Scheurebe erinnernd) sein. Gewächse mit hohem Mostgewicht und ausreichender Säure können etwas Riesling-Art und einen dezenten Muskatton aufweisen (manchmal ein klein wenig an Kümmel erinnernd).

6. Kerner

Geschmack:

Ausgeprägtes Aroma, fruchtig, manchmal leichter Muskatton

 

passt zu:

hellen Fleischgerichten und zu Nachspeisen

 

 

Der Kerner ist eine Neuzüchtung (1929) aus Trollinger und Riesling. Die Farbe ist ähnlich dem Riesling. 1969 wurder er zum Qualitätsweinanbau zugelassen. Die Namensgebung erfolgte nach dem schwäbischen Arzt, Heimatdichter und Weinfreund Justinus Kerner (1786-1862). Die Rebsorte liefert bei mittleren Erträgen eine hervorragende Qualität mit hohen Mostgewichten. Die rieslingartigen, frischen und säurebetonten Weine haben ein ausgeprägtes Aroma. Halbtrocken bis lieblich ausgebaut ist dieser Wein nicht nur ein süffiger Begleiter für gesellige Runden, sondern bietet sich auch gut gekühlt zu hellen Fleischgerichten und zu Nachspeisen an.

7. Blauer Portugieser

Geschmack:

Duft mit Anklängen von Beerendüften

 

passt zu:

vielen Gerichten als genügsamer Essensbegleiter

 

 

Die Herkunft der roten Rebsorte ist ebenso unklar wie ihre Namensgebung. Von Österreich aus verbreitete sich die Rebe im 18. Jahrhundert zunächst nach Ungarn und Slowenien und kam im 19. Jahrhundert nach Deutschland. Der rubinrote Wein wird vorzugsweise in den ersten beiden Jahren jung getrunken. Er überzeugt durch ein zartes Bouquet und einen fruchtigen, milden und wenig gerbstoffhaltigen Geschmack. In guten Jahren können dichte, extraktreiche Weine mit pfeffriger Frucht erzeugt werden, die sogar alterungsfähig sind. Er eignet sich auch hervorragend als etwas stärker gekühlter (Rosé 9-13°C und Rotwein 14-16°C) Wein als erfrischung genutzt werden im Gegensatz zu den traditionellen Rotweintemperaturen (16-18°C).

8. Silvaner

Geschmack:

saftig, vollmundig und wuchtig

 

passt zu:

Fisch und hellem Fleisch

 

 

Der Silvaner stammt vermutlich aus einer Wildrebe an der Donau ab. Früher war er eine weit verbreitete weiße, alte Rebsorte für neutralen Wein. Die Annahme, dass der Silvaner aus Transsylvanien stammt ist wegen Winterfrostempfindlichkeit unwahrscheinlich. Der Silvaner wurde 1665 von Abt Alberich Degen in die Zisterzienser-Abtei Ebrach, Steigerwald eingeführt. Vor und nach 1800 verdrängte die Sorte die alten minderwertigen Sorten wie Heunisch und Harthengst aus dem gemischten Satz. Vorwiegend neutrale, fruchtige Kneipp Weine. Bei Ertragsbegrenzung in guten Jahrgängen und Lagen kräftige, "den Mund tapezierende" Weine, die zu Fisch und hellem Fleisch passen. Edelsüße Auslesen sind als Aperitif oder zum Nachtisch zu empfehlen.

9. Dornfelder

Geschmack:

Intensives Fruchtaroma, gehaltvoll, geschmeidig und harmonisch

 

passt zu:

kräftigem Braten, Wild oder Käse

 

 

Ursprünglich als Deckrotwein gedacht, machte der Wein Mitte der 80er plötzlich seine eigene Karriere. Er überzeugt seine Liebhaber nicht nur durch die dunkelrote, ins violett gehende Farbe, sondern vor allem durch den markanten, gehaltvollen Geschmack. Der Wein ist kräftig und tanninreich, das fruchtige Bouquet erinnert an Sauerkirschen. August Herold (1902-1973) kreuzte die Sorte 1955 an der Staatl. Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg aus Helfensteiner (Frühburgunder x Trollinger) x Heroldrebe (Portugieser x Limberger). Der Name ist vom Weinbaufachmann Imanuel Dornfeld (1796-1869) aus Weinsberg abgeleitet.Ein besonderer Genuss ist dieser edle Wein zu kräftigem Braten, Wild und aromatischem Käse. Sie sollten die Flasche allerdings mindestens eine Stunde vor dem Servieren öffnen und bei ca. 16-18°C eingießen.