Unsere Weinsorten
Geschmack:
Suffig, zarter Muskat- und Walnusston, milde Säure
passt zu:
leichten Speisen wie Fisch
Der Müller-Thurgau, auch Rivaner genannt, ist die
zweithäufigste Sorte nach dem Riesling. Entstanden ist diese Sorte aus einer
Kreuzung von Riesling und Gutedel oder Riesling und Madeleine royale, eine
genaue Lehrmeinung steht noch aus. Die trocken-moderne Variante mit dem Namen
Rivaner konnte in letzer Zeit immer mehr Freunde gewinnen. Rivaner ist eine
Kurzform aus Riesling und Silvaner. Diese beiden Sorten wurden lange als Eltern
des Müller-Thurgau angesehen.
Geschmack:
Aromatisch-Würzig, relativ milde Säure, an Rosenduft erinnernd
passt zu:
Wildpasten, Geflügel mit aromatischen Saucen, Schnecken und
würzig-aromatische Ragouts
Der Gewürtztraminer ist eine der ältesten und
edelsten Weinsorten der Welt. Einige Forscher vermuten eine griechische
Herkunft. Historische Dokumente weisen die Verbeitung von Gewürtztraminer seit
dem 16. Jahrhundert in Deutschland nach. Seit dem zählt dieser besondere Wein
mit seiner fruchtigen Fülle und seinem an Rosenduft erinnerndes Bukett zu den
besten deutschen Weinen.
Geschmack:
Dezentes Pfirsicharoma, harmonischer Gleichklang von Säure,
Körper und Extrakt
passt zu:
leichten und etwas kräftigeren Speisen, Salten und auch
Fisch
Wer kennt ihn nicht, den Riesling? Seit dem 15.
Jahrhundert nachweißlich angebaut, ist er heute der belibteste Wein in
Deutschland. Die weiße Rebsorte zählt zu den besten der Welt und stammt
vermutlich direkt aus einer Wildrebe aus dem Rheintal ab. Rund 22% aller
deutschen Weinberge sind mit Riesling bepflanzt. Der Riesling hat eine extreme
Langlebigkeit, Prädikatsweine halten 20 bis 30 Jahre und auch länger.
Geschmack:
Grauburgunder: meist trocken, mittelkräftig und etwas säurebetont
Ruländer: gehaltvoll, betonte Süße
passt zu:
Meeresfrüchten, kräftigem Seefisch, Pasta, Lamm,
Wildgeflügel und Jungwild sowie reifem Weichkäse
Der Graue Burgunder, im französischen auch Pinot
Gris, ist wahrscheinlich eine Knospenmutation des Blauen Spätburgunders. Die
französische Bezeichnung geht auf das französische "pin" (= Kiefer) zurück. Die
hohe Qualität überzeugte schon die Winzer im 19. Jahrhundert; sie gaben der
Sorte regional unterschiedliche Namen, die aber mittlerweile verschwunden sind.
Geschmack:
Extraktreich, fruchtig und bukettbetont, leichter Muskatton, dezent an Kümmel erinnernd
Bacchus ist eine Züchtung (Silvaner x Riesling) x
Müller-Thurgau der Bundesforschungsanstalt für Rebenzüchtung in Siebeldingen.
Die Sorte kann höhere Erträge bei vergleichsweise hohen Mostgewichten liefern.
Bacchus-Reben findet man hierzulande hauptsächlich in Rheinhessen, der Pfalz,
Franken und an der Nahe. Insgesamt sind annähernd 3.000 Hektar damit bestockt.
Die meisten der hellgelben Weine sind leicht bis mittelkräftig. Reife
Bacchus-Weine können aber auch extraktreich, fruchtig und bukettbetont (manchmal
an Scheurebe erinnernd) sein. Gewächse mit hohem Mostgewicht und ausreichender
Säure können etwas Riesling-Art und einen dezenten Muskatton aufweisen (manchmal
ein klein wenig an Kümmel erinnernd).
Geschmack:
Ausgeprägtes Aroma, fruchtig, manchmal leichter Muskatton
passt zu:
hellen Fleischgerichten und zu
Nachspeisen
Der Kerner ist eine Neuzüchtung (1929) aus
Trollinger und Riesling. Die Farbe ist ähnlich dem Riesling. 1969 wurder er zum
Qualitätsweinanbau zugelassen. Die Namensgebung erfolgte nach dem schwäbischen
Arzt, Heimatdichter und Weinfreund Justinus Kerner (1786-1862). Die Rebsorte
liefert bei mittleren Erträgen eine hervorragende Qualität mit hohen
Mostgewichten. Die rieslingartigen, frischen und säurebetonten Weine haben ein
ausgeprägtes Aroma. Halbtrocken bis lieblich ausgebaut ist dieser Wein nicht nur
ein süffiger Begleiter für gesellige Runden, sondern bietet sich auch gut
gekühlt zu hellen Fleischgerichten und zu Nachspeisen an.
Geschmack:
Duft mit Anklängen von Beerendüften
passt zu:
vielen Gerichten als genügsamer
Essensbegleiter
Die Herkunft der roten Rebsorte ist ebenso unklar
wie ihre Namensgebung. Von Österreich aus verbreitete sich die Rebe im 18.
Jahrhundert zunächst nach Ungarn und Slowenien und kam im 19. Jahrhundert nach
Deutschland. Der rubinrote Wein wird vorzugsweise in den ersten beiden Jahren
jung getrunken. Er überzeugt durch ein zartes Bouquet und einen fruchtigen,
milden und wenig gerbstoffhaltigen Geschmack. In guten Jahren können dichte,
extraktreiche Weine mit pfeffriger Frucht erzeugt werden, die sogar
alterungsfähig sind. Er eignet sich auch hervorragend als etwas stärker
gekühlter (Rosé 9-13°C und Rotwein 14-16°C) Wein als erfrischung genutzt werden
im Gegensatz zu den traditionellen Rotweintemperaturen (16-18°C).
Geschmack:
saftig, vollmundig und wuchtig
passt zu:
Fisch und hellem Fleisch
Der Silvaner stammt vermutlich aus einer Wildrebe
an der Donau ab. Früher war er eine weit verbreitete weiße, alte Rebsorte für
neutralen Wein. Die Annahme, dass der Silvaner aus Transsylvanien stammt ist
wegen Winterfrostempfindlichkeit unwahrscheinlich. Der Silvaner wurde 1665 von
Abt Alberich Degen in die Zisterzienser-Abtei Ebrach, Steigerwald eingeführt.
Vor und nach 1800 verdrängte die Sorte die alten minderwertigen Sorten wie
Heunisch und Harthengst aus dem gemischten Satz. Vorwiegend neutrale, fruchtige
Kneipp Weine. Bei Ertragsbegrenzung in guten Jahrgängen und Lagen kräftige, "den
Mund tapezierende" Weine, die zu Fisch und hellem Fleisch passen. Edelsüße
Auslesen sind als Aperitif oder zum Nachtisch zu empfehlen.
Geschmack:
Intensives Fruchtaroma, gehaltvoll, geschmeidig und harmonisch
passt zu:
kräftigem Braten, Wild oder Käse
Ursprünglich als Deckrotwein gedacht, machte der Wein Mitte der 80er plötzlich seine eigene Karriere. Er überzeugt seine Liebhaber nicht nur durch die dunkelrote, ins violett gehende Farbe, sondern vor allem durch den markanten, gehaltvollen Geschmack. Der Wein ist kräftig und tanninreich, das fruchtige Bouquet erinnert an Sauerkirschen. August Herold (1902-1973) kreuzte die Sorte 1955 an der Staatl. Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg aus Helfensteiner (Frühburgunder x Trollinger) x Heroldrebe (Portugieser x Limberger). Der Name ist vom Weinbaufachmann Imanuel Dornfeld (1796-1869) aus Weinsberg abgeleitet.Ein besonderer Genuss ist dieser edle Wein zu kräftigem Braten, Wild und aromatischem Käse. Sie sollten die Flasche allerdings mindestens eine Stunde vor dem Servieren öffnen und bei ca. 16-18°C eingießen.
